DAO-Center Landsberg
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ÜBER DAO

Dieter Mayer - Leiter DAO-Center Landsberg

(in erster Ehe Allgaier)

Meine Kurse

Neben meiner Arbeit im ASS-Institut für Taijiquan und Qigong engagiere ich mich in meiner Schule, dem DAO-Center Landsberg. An Kindergärten und Schulen gebe ich Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Jungen und Mädchen. Frauenselbstverteidigungskurse liegen mir besonders am Herzen.

Auf Grundlage des von mir entwickelten Power-Response-Training halte ich Seminare für andere Schulen und Verbände ab. Oftmals ergeben sich daraus fruchtbare Kontakte zu interessanten Fachleuten. Dabei lerne ich selber immer sehr viel und komme mit unterschiedlichen Übungsformen und Trainingsmethoden in Kontakt.

Mein Lebenslauf

  • geb. 5.3.1967 in Schwaigern, Kreis Heilbronn
  • Tae Kwon Do – Erste Begegnung mit der Kampfkunst von 1986-1988
  • Taijiquan Yang Stil – Kurz-, Lang- und Schwertform, Quickfist und Pushing Hands
  • seit 1987 in der Chen Man Ching Tradition bei Wolfgang Ebert, Dr. Barbara Schmid-Neuhaus und Toyo und Petra Kobayashi, 1994-2010 Schüler von Patrick Kelly, in der Tradition von Meister Huang, einem der Meisterschüler von Professor Chen Man Ching.
  • Qigong seit 1990 bei Liane Schoefer-Happ, Dr. Josephine Zöller, Professor Cong, und anderen
  • Wing Chun und Escrima: Seit 90 bei Si-Fu Hans Jörg Reimers. 1997 aus der EWTO ausgetreten als 2. Lehrergrad Wing Tsun + Escrima Trainer (12. Schülergrad). Von 2002 bis 2004 persönlicher Schüler bei Si-Fu Wilhelm Blech, Cheftrainer für Lok Yiu Wing Chun in Europa
  • Meditation – seit 1991 regelmäßige Teilnahme an Meditationskursen (Kontemplation und Zen-Meditation), z.B. im Kloster Dietfurt und im Haus der Stille in Altenburg
  • Fitnesstrainer – C-Lizenz seit 1991.
  • Ein Jahr Trainertätigkeit bei Fit-Plus-München

Mein Arbeitsansatz

ist die logische Konsequenz aus meiner eigenen Entwicklung als begeistertem Anhänger der östlichen Bewegungskünste. Deshalb möchte ich meinen Werdegang hier kurz skizzieren. Mit 19 Jahren begann ich, inspiriert von der Fernsehserie „Kung Fu“, intensiv Taekwondo zu trainieren. Trainiert wurde hart und ohne Rücksicht auf den eigenen Körper. Aufgrund des falschen Unterrichtsaufbaues hatte ich bald Gelenkbeschwerden und musste aufgrund wiederkehrender Verletzungen zähneknirschend das Training aufgeben.Während meines Zivildienstes lernte ich dann das Taijiquan kennen. Als ich meinen ersten Lehrer Wolfgang Ebert sah, war ich fasziniert und wusste: „Ich werde Taijiquan-Lehrer“. Er war ein geduldiger und freundlicher Lehrer und konnte mit meinem jugendlichen Ungestüm sehr gut umgehen. Bei ihm lernte ich die Kurz-, die Lang-, die Schwertform und grundlegende Patterns der Partnerübungen des Taijiquan.Schon bald übte ich zwischen zwei und sechs Stunden am Tag. Nach kurzer Zeit war klar, dass ich mich zwischen dem Schreinerberuf und der Kampfkunst entscheiden musste. Ohne mir viel Gedanken über die Konsequenzen zu machen, entschied ich mich für das Training. An das Unterrichten dachte ich damals noch nicht wirklich.

Wie ein Schwamm begann ich alle verfügbaren Informationen aufzusaugen. Beim Studium der Hintergründe stieß ich auf das Qigong und die Meditation. Meine Gelenkprobleme bekam ich nach und nach wieder in den Griff. Als mir das Wing Chun begegnete, fand ich endlich eine Kampfkunst, die mir entspricht. Später kam noch das Escrima dazu. Neugierig beschäftigte ich mich mit Feldenkrais, Eutonie und verschiedenen Gymnastikformen und bewegungstherapeutischen Ansätzen. Ein Jahr arbeitete ich als Fitnesstrainer um mir meine Studien zu finanzieren. Zur gleichen Zeit lernte ich Dr. Barbara Schmid-Neuhaus und Liane Schoefer-Happ kennen. Bei Barbara lernte ich Taijiquan und bei Liane Qigong. Nach und nach wurden sie meine Mentorinnen und heute sind wir gute Freunde. Von ihnen habe ich wesentliche fachlichen Grundlagen erlernt. Von ihrer jahrzehntelangen Kurspraxis konnte ich unendlich profitieren. Ihre Erfahrung und Geduld gab meinem eigenen Forschen Raum und Unterstützung.

ASS-Institut - Ausbildungsinstitut für Taijiquan und Qigong

Gemeinsam gründeten wir das ASS-Institut für Taijiquan und Qigong. Mittlerweile haben wir für den Bayerischen Volkshochschulverband schon über 300 Qigong-Kursleiter/-innen und -Lehrer/-innen ausgebildet und mehrere Fachbücher veröffentlicht.

Mein Koan

Die Koan-Arbeit kommt aus der Tradition der Zen-Meditation. Ein scheinbar nicht lösbarer Widerspruch wird genutzt, um die Grenzen des Geistes zu sprengen und zu tieferer Einsicht zu gelangen. Ein Zen-Meister fragt seinen Schüler deshalb: „Wie klingt das Klatschen einer Hand“, oder: „Zeige mir Mu“ (die Leere). Mein Koan ist die menschliche Bewegungskoordination. Der scheinbare Widerspruch zwischen Exaktheit, technischer Präzison, Eindeutigkeit und Intuition, Sinnlichkeit und Vieldeutigkeit fasziniert mich. Früher hat er mich aber auch oft zur Verzweiflung getrieben.Nach vielen Jahren des Übens kannte ich zwar viele Übungsreihen, war aber immer noch nicht zufrieden. Immer wieder stieß ich an Grenzen. Mein leidenschaftlicher Wunsch die Partnerübungen des Taiji und Wing Chun zu meistern, scheiterte am mangelndem Verständnis der „klassischen Texte“ und der bei uns damals angebotenen Übersetzungsversuche. Zu dieser Zeit fand ich keinen Lehrer, der Partnerübungen anwendungsbezogen und systematisch unterrichten konnte. Dieser Umstand und meine Gelenkprobleme zwangen mich, besonders auf meinen Körper zu „hören“ und ihn zu erforschen. Schon sehr früh begann ich mich autodidaktisch mit Anatomiebüchern und Veröffentlichungen über Haltung und Bewegung zu beschäftigen.

Als wir das ASS-Institut gründeten übernahm ich den Unterricht über Anatomie und Bewegungslehre. Am Anfang versuchte ich nach bestem Wissen und Gewissen anhand der mir zur Verfügung stehender Bücher, den Stoff aufzubereiten und möglichst verständlich anhand von Modellen und Grafiken zu vermitteln. Diese Vorgehensweise war für die Gruppen und mich unbefriedigend. Die praktisch orientierten angehenden KursleiterInnen konnten mit der erklärungsorientierten Art der Stoffvermittlung wenig anfangen. Viele fühlten sich überfordert und waren unzufrieden. Sie mussten sich mit einem komplexen und umfangreichen Lernstoff auseinander setzen und erhielten doch keine befriedigenden Antworten auf Ihre Fragen: Wie kann ich mich in der Übung verbessern? Wie kann ich die Übung optimal vermitteln? Wie schaffe ich es später die Teilnehmer und mich immer wieder zu motivieren und ihnen gleichzeitig viel beizubringen? Es war wie ein großes Rätsel oder eben ein Zen-Koan. Wie lässt sich die „Technik“ beschreiben und so erlernen, dass sie praktisch nutzbar wird und subtile Fähigkeiten fördert. Eines wurde auf jeden Fall klar: Ein praktisch relevanter Unterricht muss sich konsequent am Menschen, seiner Motivation, seinen Möglichkeiten und Grenzen ausrichten.

Fachübergreifendes Denken eröffnet neue Horizonte

Mit der Zeit stellte ich fest, dass meine Unzufriedenheit mit den allgemein üblichen Lehrmethoden, von vielen Lehrern aus unterschiedlichen Fachbereichen geteilt wird. Im Ringen um Weiterentwicklung stieg meine Bereitschaft mich anderen Wissensgebieten zu öffnen. Glücklicherweise sind Informationen heute leichter verfügbar und die Möglichkeiten zur konstruktiven Vernetzung vielfältig. Mir half die Begegnung mit innovativen Menschen weiter:

  • Patrick Kelly, Taijiquan-Meister aus Neuseeland, gab mir wichtige Impulse auf dem Weg zu einer differenzierten Bewegungskoordination, die sich am Polaritätsprinzip orientiert. Er verhalf mir zu einem klaren Verständnis der „klassischen Schriften des Taiji“ und ihrer Umsetzung in der Praxis.
  • Von Professor Cong, Ehrenpräsident der Deutschen Qigong Gesellschaft, lernte ich, über die exakte körperliche Bewegung den Qifluss auf den Meridianen zu aktivieren und auf diese Weise eine Brücke zwischen der Anatomie- und Bewegungslehre und den Erklärungsmodellen der Traditionellen Chinesischen Medizin zu bauen
  • Mit Si-Fu Wilhelm Blech fand ich endlich einen Kung Fu Lehrer, der mir half die Brücke zwischen Trainingslehre und wirklicher Anwendung zu schließen.
  • In der Auseinandersetzung mit dem Psychologen Dr. Gert Höppner, dem Fachbereichsleiter für Gesundheitsbildung des Bayerischen Volkshochschulverbandes Andreas Eckert, und dem Theologen Professor Dr. Ludwig Frambach, lernte ich viel über Bewusstsein, Gedächtnisforschung und Lerntheorien.
  • Sehr profitiert habe ich von der Arbeit von Dr. Christian Larsen, einem Mitbegründer der Spiraldynamik. Ihm und seinem Forschungsteam ist es gelungen, das anatomische Wissen der westlichen Medizin systematisch aufzubereiten.

Die Begegnung mit diesen Menschen gab meinem eigenen Suchen Richtung und neue Dynamik. Ich machte mich daran die Theorie und Praxis der östlichen Bewegungskünste aus der Sicht lerntheoretischer Ansätze der Erwachsenenpädagogik und der westlichen Anatomie- und Bewegungslehre zu deuten. Diese Arbeit mündete in dem Buchprojekt Kraft ohne Anstrengung. Ausgehend vom Polaritätsprinzip stellte ich die Grundzüge der menschlichen Haltungs- und Bewegungskoordination dar und ermutigte die Leser mit Hilfe von Übungen diese experimentell nachzuvollziehen. Da sich dem Menschen das Polaritätsprinzip aus dem eigenen Wahrnehmen und Verstehen erschließt, konnte ich so die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen. Mein intensives Ringen, um Verständnis, hat mir geholfen eine fachübergreifende Sicht zu erlangen und mein Koan besser zu verstehen.

Kompetenz fördern und individuelle Entwicklung begleiten

Mein Anliegen ist es, nicht nur Formen und Übungen zu vermitteln. Durch die praktische Arbeit sollen grundlegende Zusammenhänge menschlicher Bewegungskoordination und –steuerung erfahrbar werden. Gezielte Hilfen sollen zum eigenen Experimentieren ermutigen und die eigene Kompetenz fördern. Dabei möchte ich mich möglichst zurücknehmen und die Lernenden ihren eigenen Weg finden lassen. Wenn ich mit meiner Erfahrung dazu etwas beitragen kann, freut mich das immer sehr. Als Vorbild dient mir dabei der Grundsatz, den ein Therapeut einmal formuliert hat: Ich möchte möglichst wenig Spuren hinterlassen. Mein fachübergreifender Ansatz erleichtert es mir, mein Wissen und meine Erfahrung anderen Organisationen zur Verfügung zu stellen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer/-innen sind für mich immer wieder eine Herausforderung.

Dieter Meyer
 

   
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